Poppy Poppington

Tiersprechstunde im Muffinhaus

von Michaela Holzinger
Rezension von Janett Cernohuby | 25. September 2017

Tiersprechstunde im Muffinhaus

Manchmal möchte man wissen, was Tiere gerade denken. Was sie bedrückt und was sie von uns erwarten. Die österreichische Kinderbuchautorin Michaela Holzinger hat diesen Gedanken weitergesponnen. Herausgekommen ist Poppy Poppington, die kleine Heldin des neuen, tierischen Kinderbuchs: "Tiersprechstunde im Muffinhaus".

Ein Geheimnis wird gelüftet

Penelope Poppington, kurz Poppy genannt, könnte sich eigentlich total glücklich schätzen. Ihre Eltern sind begeisterte Tierforscher und reisen ständig durch die Welt. Poppy darf natürlich immer mit. Doch anders als viele Mädchen freut sie sich nicht darüber. Im Gegenteilt, sie hasst nichts mehr, als mit ihren Eltern durch die Natur zu streifen und Vierbeiner aufzuspüren. Denn Poppy kann diese überhaupt nicht leiden. Bis zu diesem Sommer, in dem sich alles verändern soll. In dem Poppy die Ferien bei ihrer Großmutter Alfreda verbringt. Diese hat ein Häschen am gemütlichsten Ort der Welt. Doch irgendetwas stimmt hier nicht. Täglich kommt eine Kuh zu Besuch vorbei und immer wieder hört Poppy, dass ihre Großmutter mit jemandem redet. Und dann dieses Waldzimmer, das offenbar ein Geheimnis verbirgt. Welches das ist, erfährt Poppy schon bald und es soll ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen.

Tierthemen sind zeitlos und immer beliebt

Michaela Holzinger versteht es nicht nur, für Kinder zu schreiben, sie weiß auch ganz genau, welche Themen diese interessieren und wovon sie immer wieder gerne lesen. Ganz oben stehen nach wie vor Tiere, Magie und Geheimnisse. Alles das vermischte die Autorin miteinander und schuf einmal mehr eine unterhaltsame und lebendige Geschichte. Leserinnen ab neun Jahren werden sofort in die Handlung eintauchen und sich von den Ereignissen davontragen lassen. Wir lernen die zehnjährige Poppy kennen, das zunächst wie ein ganz normales Mädchen scheint. Ihr sind die seltsamen Marotten ihrer Eltern furchtbar peinlich. Auch teilt Poppy deren Tierliebe überhaupt nicht. Im Gegenteil. Sie hat Angst vor Tieren und glaubt immerzu, diese würden sie angreifen wollen. Dass dahinter etwas ganz anderes steckt, erfährt Poppy erst im Verlauf der Handlung. Während der Sommerferien findet sie heraus, dass sie - genau wie ihre Eltern - ein Animalingus ist. Also jemand der mit Tieren sprechen und ihre Sprache verstehen kann. Doch zunächst muss sie dieses Talent in sich entdecken. Das bedeutet für den Leser eine tolle Geschichte mit vielen witzigen und unterhaltsamen Elementen. Sehr zur Freude der Leser, die mit Begeisterung der Handlung folgen und in die Ereignisse eintauchen. Sie finden hier alles, was das junge Leserherz begeistert: Tierliebe, Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Denn Poppy bleibt natürlich nicht lange alleine. Sie findet schon bald treue Freunde in dem Nachbarsmädchen Nelly und dem lebendigen, flinken Eichhörnchen Grinsemaul. Natürlich hat Poppy auch eine Aufgabe zu erfüllen, bei der sie sich fragen muss, was ihr wichtiger ist: Die Gabe oder das Wohl der Tiere. Wie sie sich entscheidet, erfährt man am Ende des Buchs.

"Poppy Poppington: Tiersprechstunde im Muffinhaus" ist ein unterhaltsames und tolles Kinderbuch aus der Feder von Michaela Holzinger. Spannend, magisch und mitreißend erzählt sie die Geschichte eines ganz normalen Mädchens, das ein besonderes Talent an sich entdeckt. Es ist eine Geschichte über Tierliebe, Freundschaft und Hilfsbereitschaft, die zu lesen unglaublich viel Spaß und Freude macht und von der man hofft, dass es noch die eine oder andere Fortsetzung geben wird. Die Möglichkeit dazu hat sich die Autorin auf jeden Fall offen gelassen.

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