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Serafina Black und das Rätsel des Waldes

von Robert Beatty
Rezension von Janett Cernohuby | 11. Januar 2018

Serafina Black und das Rätsel des Waldes

Es gibt zweierlei Arten von Reihen. Die eine lässt verschiedene, aber dennoch in sich abgeschlossene Handlungen um eine Person oder eine Gruppe von Personen ablaufen, ohne dass die einzelnen Bände direkt etwas miteinander zu tun haben. In solch eine Reihe kann man auch quereinsteigen, da man das nötige Hintergrundwissen nach und nach mitbekommt. Dann gibt es aber auch Serien, deren Bände aufeinander aufbauen und ein großes Ganzes ergeben. In solch eine Reihe quer einzusteigen, ist nicht ratsam. Trotzdem haben wir es bei Serafina Black gewagt, die eindeutig zur zweiten Kategorie gehört.

Dunkle Stürme und gefährliche Fluten

Als Serafina die Augen aufschlägt, ist um sie herum nur Schwärze. Vorsichtig ertastet sie ihre Umgebung und stellt dabei fest, dass sie lebendig begraben wurde. Doch Serafina gibt nicht so leicht auf. Sie nimmt all ihre Kraft zusammen, befreit sich aus der billig zusammengezimmerten Holzkiste und gräbt sich durch die darüberliegende Erdschicht. Doch bevor sie aufatmen kann, begegnet sie zwei dunklen Gestalten. Sie flieht zurück nach Biltmore. Dabei bemerkt sie, dass heftige Stürme das Herrenhaus bedrohen. Noch immer hat es der dunkle Zauberer auf das Gut und dessen Bewohner abgesehen. Zurück auf Biltmore muss Serafina noch etwas anderes erschreckendes erkennen. Sie war nicht nur wenige Stunden in dem Grab gefangen, sondern offenbar mehrere Monate. Tatsächlich ist sie tot und wandelt nun als Geist umher. Doch das hindert Serafina nicht, für Biltmore und die Menschen, die ihr am Herz liegen, zu kämpfen.

Düstere, bedrohliche Handlung

Quer in diese Reihe einzusteigen, ist nicht ratsam. Denn dem Leser fehlt zu viel Wissen über die vorherigen Ereignisse. Wo und wann genau spielt die Handlung? Wer ist Serafina? Über welche Kräfte verfügt sie? Wer sind die unterschiedlichen Personen und wie hängt alles zusammen? Diese Fragen bekommt man in diesem dritten Band natürlich nicht mehr beantwortet und so muss man sehr konzentriert lesen, um sich vieles selbst zusammenzureimen. Das geht natürlich zu Lasten der allgemeinen Lesestimmung.
Die Handlung präsentiert sich düster und bedrückend. Gefahr zieht über die Gegend um Biltmore und man spürt es in jedem Satz, in jeder Szene, die der Autor schreibt.
Die Geschichte ist gut geschrieben, stellenweise sehr dicht und spannend. Aber es gibt auch Momente, in denen die Handlung langatmig wird und das Weiterlesen eher schleppend vorangeht. Das macht es schwierig, in das Buch hineinzufinden -obwohl die Gefahr durchaus allgegenwärtig ist und auch für den Leser spürbar. Aber etwas fehlt einfach, um komplett in ihr einzutauchen. Auch mit Serafina fällt das Anfreunden schwierig und sie bleibt bis zum Ende keine Person, an die man näher herankommt und mit der man sich wirklich identifizieren kann.

Es ist also nicht immer ratsam, mitten in einer Serie einzusteigen - zumindest nicht im Fall von Serafina Black. Denn obwohl düster geschrieben und mit vielen Gefahren und Rätseln gespickt, wird es Quereinsteigern schwer fallen, sich mit Serafina anzufreunden und sich in ihrem Umfeld zurechtzufinden. Daher kann man "Serafina Black und das Rätsel des Waldes" nur jenen empfehlen, die auch die Vorgängerbände kennen.

Details

  • Originaltitel:
    Serafina and the Splintered Heart
  • Band:
    3
  • Verlag:
  • Genre:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    12/2017
  • Umfang:
    336 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • Altersempfehlung:
    11 Jahre
  • ISBN 13:
    9783505139369
  • Preis:
    14,00 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Gewalt: